Aus der Gemeinderatssitzung vom 15.09.2020

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Energetisches Sanierungskonzept für Kindergarten vorgestellt - Ortskanal Puchhausen wird auf Trennsystem umgestellt.

Ein umfangreiches Programm hatte der Gemeinderat in der Sitzung am vergangenen Dienstag wieder zu bewältigen. Eingangs gab Bürgermeister Hieninger einige Informationen an den Gemeinderat weiter:

Zur Erstellung energetischer Sanierungskonzepte erfolgte zwischenzeitlich die Aufnahme des Sportbetriebsgebäudes, des Bauhofs, der ehemaligen Schule Hüttenkofen sowie des Vereinsheims Martinsbuch durch das Ingenieurbüro Veit, Waldkirchen.

Die Renaturierungsarbeiten am Malzmühlgraben durch die Fa. Georg Kerscher sind zwischenzeitlich fast abgeschlossen. Zur Einweihung der neuen Kindertagesstätte am 25. September kann der ursprünglich geplante Tag der offenen Tür aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zur Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden. Dieser soll jedoch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, um so auch der Bevölkerung das neu errichtete Objekt vorstellen zu können.

Auch die Arbeiten zur Erschließung des Gewerbegebiets Dengkofen sind nach Durchführung der Pflasterarbeiten für die Gehwege abgeschlossen. Die Eröffnung des Hallenbades für die Öffentlichkeit ist für Mittwoch, 7. Oktober geplant, sofern die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie es zulassen.

Auch die Durchführung des diesjährigen Adventsmarktes am 28. und 29. November ist noch offen. Hier muss man die weiteren Richtlinien abwarten, so dass eine endgültige Entscheidung in der Sitzung am 13. Oktober getroffen werden kann. Die Bushaltestelle in Ziegelstadel wurde in den letzten Wochen von der Abzweigung nach Krottenthal weiter in Richtung Hofdorf verlegt.

Die Herren Rischka und Schurm vom Ingenieurbüro Veit, Waldkirchen stellten anschließend das energetische Sanierungskonzept für den Kindergarten Am Schwebach vor. Das Konzept zeigt der Gemeinde auf, den bestehenden Kindergarten zur einem KfW-Effizienzhaus-70 zu sanieren, um so die Energieeffizienz des Gebäudes wesentlich zu verbessern und den Wert der Immobilie deutlich zu steigern. Um einen KfW 70-Standard zu erreichen wären die Dämmung der Außenwände, Erneuerung der Fenster und Außentüren, Dämmung der Dachkonstruktion, Umstellung der Heizung, der Austausch der Umwälzpumpen, die Erneuerung der Lüftungsanlage sowie eine LED-Sanierung erforderlich. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 302.700 €, wobei es hierfür eine Förderung von 27,5 % gäbe. Die Amortisationszeit beträgt hierbei jedoch 75 Jahre, da die Einsparung wegen des Alters des Gebäudes sehr gering ist (Baujahr 1992). Das bedeutet, dass eine Sanierung zur Erlangung des KfW 70-Standards unwirtschaftlich wäre. Daher wird eine energetische Sanierung durch Einzelmaßnahmen empfohlen. Diese werden mit einem Zuschuss in Höhe von 20 % gefördert. Als sinnvoll wird auch das Anbringen einer PV-Anlage zur Eigenstromversorgung auf dem Dach des Gebäudes erachtet.

Der Gemeinderat war sich nach der Vorstellung des Konzepts einig, eine energetische Sanierung des Kindergartens durchzuführen und beauftragte die Verwaltung mit der Einholung von Honorarangeboten für die Umsetzung.

Im Anschluss danach stellten Herr Scholz und Herr Schuster vom Ingenieurbüro S², Barbing den derzeitigen Stand der Entwurfsplanung zur Umwandlung des Kanalnetzes in Puchhausen vom Mischsystem auf ein Trennsystem vor. Dafür müssen in den Straßen Zieglerweg, Am Freibad und Schneiderberg neue Regenwasserkanäle erstellt werden, der vorhandene Kanal soll künftig das Schmutzwasser führen. Am Wirtsgarten soll ein neuer Schmutzwasserkanal gebaut werden. In der Hofstettener Straße wird abschnittsweise entweder der Regen- oder Schmutzwasserkanal neu erstellt. Die Ausschreibung der Maßnahme soll im Winter erfolgen, so dass ab Frühjahr 2021 mit der Ausführung begonnen werden kann. Die Kosten werden auf rund 1.300.000 € brutto geschätzt. Für die auf den Grundstücken erforderliche Trennung des anfallenden Abwassers ist der Eigentümer verantwortlich. Dabei sollen diese bei der Planung durch das Ingenieurbüro unterstützt werden, deren Kosten von der Gemeinde übernommen werden. Ebenso übernimmt die Gemeinde die Kosten für die optische Inspektion. Für die betroffenen Anlieger erfolgt am 07. Oktober im Gasthaus Blasini eine Informationsveranstaltung. Der Gemeinderat stimmte der vorgelegten Entwurfsplanung zu und beauftragte das Ingenieurbüro mit der Ausschreibung.

Zu den nachstehenden Bauanträgen erteilte der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen: Anbau eines Carports in Obersteinbach, Neubau eines Zuchtschweinestalles mit Verbindungsgang in Radlkofen, Ersatzbau einer landwirtschaftlichen Halle mit Betriebsleiterwohnung in Hofdorf, Nutzungsänderung eines Stallgebäudes zu Garagen in Puchhausen, Neubau eines Zweifamilienhauses mit einer PKW-Doppelgarage in Weichshofen. Einer beantragten Befreiung zum Wohnhaus- und Garagenneubau in Hüttenkofen für eine Aufschüttung stimmte der Gemeinderat nicht zu. Ebenso lehnte der Gemeinderat die beantragte Plakatwerbetafel für wechselnde Produktwerbung in Mengkofen an der Hauptstraße ab. Von den Bauvorhaben zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage und zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Hüttenkofen, Glöckerlweg nahm der Gemeinderat Kenntnis. Ebenso vom Vorhaben zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage in Kirchlehen, Thomas-Lehner-Weg. Zur Anfrage zur Bebauung eines Grundstückes in Krottenthal hat der Gemeinderat die Aufstellung einer Einbeziehungssatzung nach dem BauGB beschlossen.

Der Bürgermeister war in der vergangenen Sitzung vom Gemeinderat bevollmächtigt worden, die Aufträge für die Errichtung von PV-Eigenstromverbrauchsanlagen auf dem Dach der Turnhalle sowie auf den Dächern in der Kläranlage Hüttenkofen nach der durchgeführten Ausschreibung zu erteilen. Die Auftragserteilung erfolgte bei der Turnhalle an die Fa. Wieser PV GmbH, Reißing zum Angebotspreis von rund 108.500 € sowie bei der Kläranlage an die Fa. Solar-Pur AG, Saldenberg zum Angebotspreis von rund 112.100 €.

Nachdem der bestehende Gas-Konzessionsvertrag zwischen der Gemeinde und der Energienetze Bayern im Juli 2022 endet, veröffentlichte die Gemeinde das Auslaufen des Vertrages vorschriftsgemäß im Bundesanzeiger. Bis zum Ablauf der Bekanntmachungsfrist wurde nur die Bewerbung der Energienetze Bayern abgegeben. Der vorgelegte Vertragsentwurf wurde dem Gemeinderat vorgelegt.

Dieser entspricht in vollem Umfang dem Musterkonzessionsvertrag des Bayer. Gemeindetages. Der Gemeinderat stimmte dem Vertrag, der eine Laufzeit von 20 Jahren bis Juli 2042 hat, einstimmig zu.

Dem vorgelegten Vertrag der Fa. mikar GmbH & Co. KG Deggendorf für die Teilnahme am Projekt „Carsharing“ stimmte der Gemeinderat ebenfalls zu. Der Vertrag sieht vor, dass das zur Verfügung gestellte Fahrzeug allen Bürgern sowie den Unternehmen und örtlichen Vereinen zur Verfügung steht. Die Projektdauer läuft über vier Jahre, wobei die Fa. mikar sämtliche Kosten, die für die Bereitstellung des Fahrzeuges anfallen, übernimmt. Die Nutzungsgebühren werden durch die Einbindung regionaler Unternehmen ermöglicht, die im Gegenzug auf dem jeweiligen Fahrzeug präsentiert werden. Geplant ist die Anschaffung eines 9-Sitzers.

Zum Antrag der Fraktion „Für die Aitrachtaler“ zur Errichtung eines barrierefreien Zugangs zum Rathaus wurde nach Vorschlag von Bürgermeister Hieninger vereinbart, dass hierzu mehrere Varianten mit entsprechender Kostenberechnung ausgearbeitet werden sollen und dann im Gemeinderat vorgestellt und beraten werden. Zum weiteren Antrag der Fraktion „Für die Aitrachtaler“ zur Neuregelung des Verkehrs in der „Von-Haniel-Allee“ beauftragte der Gemeinderat den Bürgermeister, vor einer endgültigen Entscheidung Verbindung mit der Verkehrsbehörde beim Landratsamt aufzunehmen und deren Stellungnahme einzuholen.

Zum Antrag des Imkervereins Hofdorf/Aitrachtal auf Zuschuss zum Bau des Lehrbienenstandes in Mengkofen bewilligte der Gemeinderat einen Zuschuss von 5 % der nachgewiesenen Kosten, maximal 2.500 €.

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